Am 17. und 18. Jänner 2022 probierten wir in BU aus, wie es ist, nichts zu sehen. Herausfinden konnten wir das mithilfe von sieben Stationen, die unsere Lehrerinnen für uns aufgebaut hatten. Zu zweit absolvierten wir die einzelnen Stationen, wobei immer einer von uns die Augen mit Augenbinden verbunden hatte. Die sehende Person musste die blinde Person vorsichtig führen. Bei der ersten Station bekamen wir Dinge zu essen und wir mussten erraten, welche es sind. Manchmal war es gar nicht so einfach, die Nahrungsmittel zu erschmecken. Bei der zweiten Station musste man blind mit Messer und Gabel essen - auch das war eine ziemliche Herausforderung! Die dritte Station bestand aus einem Fühlsack, der gefüllt war mit verschiedenen Gegenständen, und wir mussten blind erfühlen, um welche Dinge es sich handelt. Die nächste Aufgabe war, sich blind durch das Schulhaus bis in die Direktion führen zu lassen und dort einen Stempel beim Herrn Direktor abzuholen. Dann tauschten wir die Rollen - wer blind war, der sah wieder alles - und wir führten unseren Partner in die Klasse zurück. Die fünfte Station war ein Zeichendiktat und wir mussten laut Vorgabe blind zeichnen. Die Ergebnisse sahen ziemlich lustig aus. Eine Geruchsstation gab es auch: Es war eine Art „Memory“ mit acht Dosen. In den Dosen waren unterschiedliche Dinge, die wir zu vier Paaren zusammenfinden mussten. Wir sollten auch erraten, was sich in den Dosen befindet. Bei der letzten Station legten uns unsere Lehrerinnen einen Text vor, der so klein geschrieben war, dass man zum Lesen eine Lupe brauchte.
Es wäre schwierig gewesen, die einzelnen Stationen allein zu bewältigen. Nur mit der Hilfe unserer Partner war es möglich, die Aufgaben zu lösen. Uns hat das Experiment aber sehr viel Spaß gemacht und gezeigt, dass es nicht so leicht ist, blind zu sein.
(Hanna Jamnig, Elias Modre, Leonie Napetschnig)
Fotos: Mag. Evelin Mossegger / Ursula Standler